Erzählcafé im Natürlich & Schön in der Rudower Straße 51

Erzählcafé – Wer weiß was?

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Was für eine schöne Idee

Gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern in die Geschichte der Jungfernmühle und des umliegenden Platzes einzutauchen.

Dafür trafen wir uns an einem Sonntagnachmittag in dem kleinen aber bezaubernd schönen und gemütlichen Café „Natürlich & Schön“ in der Rudower Straße 51.

Um 15:00 haben sich insgesamt 13 Personen eingefunden. Außer den lieben Menschen aus der Initiative sind weitere 5 Besucherinnen und Besucher darunter. Anwesend ist auch der Gropiusstädter Chronist Hans-Georg Miethke.

Nach der ersten Bestellung von leckeren Kaffeespezialitäten, Tees und selbstgemachtem Kuchen gibt es zur Einstimmung ein paar kleine pantomimische Rätsel. Wir erraten nacheinander „Mühle“, „Tretmühle“ und „Jungfernmühle“. Es folgt eine kleine Einleitung und eine Vorstellungsrunde, danach geht’s dann auch schon los. Die ersten Anekdoten von Anwohnerinnen und Anwohnern sprudeln heraus. Geschichten der feuchtfröhlichen Eröffnungsfeier des neugebauten „Holländischen Viertels“ mit Frank Zander als Stargast im Jahr 1992 oder die 2 großen Familienfeste 2004 und 2005 mit jeweils mehr als tausend Besucherinnen und Besuchern.

 

Spannende Zeitreisen

 

Zwischendurch gibt es immer wieder spannende Zeitreisen, etwa Geschichten von Potsdam als Garnisons- und Residenzstadt, dem ersten Standort der 1753 erbauten Holländermühle am Nauener Tor in Potsdam, dem Schlosspark, dem Schloß Sanssouci oder ihrem weiteren Standort auf den Neuköllner Rollbergen, wohin die älteste noch existierende Windmühle Berlins 1858 umgesetzt wurde. Dort wurde der Mühle mit dem Mädchenkopf als Wahrzeichen aufgrund der Umbauung mit Hochhäusern bald der Wind genommen. Der Müller Otto Wienecke brachte sie im Jahr 1892 nach Buckow, wo sich ihre Flügel bis zur Umstellung auf de

n elektrischen Betrieb im Jahre 1926 drehten.

Spannend sind ebenfalls die Berichte über das Innenleben der denkmalgeschützten Mühle, die Art des Umzugs und die Betriebstechniken. Auch das Denkmal von 1961 „4 Generationen Müller Wienecke“, das versteckt ganz in der Nähe des Jungfernmühlenplatzes an der Ecke Goldammerstraße/Baumläuferweg steht, gibt Anlass zu Erzählungen.

Später, bei der zweiten Kaffeerunde träumen wir noch alle von einer Gropiusstadt, in der die Nachbarschaft wieder mehr zusammenrückt und ihre Geschichten weitergibt und somit vorm Verblassen schützt.

Die angesetzten 2 Stunden waren viel zu schnell vorbei – aber es war ein zauberhafter Nachmittag, der zeigte, wie lebendig Geschichte plötzlich werden kann, wenn sich Menschen in gemütlicher Atmosphäre austauschen.

Vielen Dank an Regina Sigmund für´s Organisieren der Veranstaltung!

Es wird wohl nicht unser letztes Erzählcafé sein 🙂

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