Wohnungsbau für Insekten

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Auch wenn die Meldung aus diesem Sommer, die Anzahl der beobachteten Insekten habe sich in Deutschland seit 1982 um 80% verringert von einigen als rotgrüner Wahlkampf abgetan wird und nicht nachweisbar sei, kann doch ein jeder selbst leicht beobachten, dass es in Gärten mittlerweile deutlich weniger Bienen, Schmetterlinge und Co gibt.

Antranias / Pixabay

 

Zu einem stabilen Ökosystem gehört Vielfalt. Und um diese Vielfalt auch rund um die Jungfernmühle weiter zu erhöhen, haben wir mit dem Bau eines Insektenhotels begonnen. Wir setzen dabei wie immer auf kleine und langsame Lösungen. Der Kauf eines mit Leim, Holzschutzmitteln und Materialien unbekannter Herkunft hergestellten Hotels kam für uns bereits nach kurzer Diskussion nicht infrage.

Nutzen, was da ist

Wir wollten natürliches und bereits vorhandenes Material verwenden und wie immer klein anfangen. So bohrten wir verschieden große Löcher in einen alten Baumstamm, den eine Dame von der Initiative mitgebracht hatte. In einige Wohnungen schoben wir ein wenig Zellstoff, damit die Insekten gleich etwas Einrichtungsmaterial zur Verfügung haben. „Oder schläfst Du gerne ohne Bettdecke“, war der Witz des Tages 🙂 .

Wir platzierten den Stamm Richtung Süden (damit bei Feuchtigkeit die Behausung schneller trocknet) und für die bessere Erreichbarkeit durch künftige Bewohner ein wenig erhöht.

Beobachten und interagieren

In den nächsten Wochen werden wir nun beobachten, ob die Behausung angenommen wird. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse wollen wir das Hotel Schritt für Schritt weiter ausbauen, um für weitere unterschiedliche Insekten neue Habitate zu schaffen.

Wenn Sie Anregungen und Ideen haben, können Sie diese gerne unten in die Kommentare schreiben.

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