Bitte nehmen Sie Platz

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Es war ein Donnerstag im Juni, als wir uns auf dem Abenteuerspielplatz am Kölner Damm trafen. Zusammen mit Marvin und Jesse von der Tripolis GbR, die bereits mehrere Aktionen für das Quartiersmanagement Gropiusstadt entwickelt und umgesetzt hat, lassen wir uns vom Verantwortlichen des Spielplatzes die nutzbaren Holzvorräte und die Werkzeuge zeigen. Der nette und kompetente Mann stellt uns zu unserer Freude seine gesamte Werkstatt zur Verfügung. Wir sind fasziniert.

Ich habe so meine Vorstellungen, Jesse und Marvin den Plan. So kann es auch schnell losgehen und die Kappsäge beginnt zu kreischen. Es wird fröhlich gesägt, gehämmert und geschmirgelt.

Viele Hände, schnelles Ende

Noch während wir das ausgewählte Holz für den Bau zurechtsägen und vorbereiten, stoßen einige Menschen von der Initiative zu uns und versorgen uns mit kleinen Snacks und heißem Tee. Alle packen mit an und sind begeistert, wie schnell sich aus den Materialien die fertige Bank erahnen lässt.

Wir wollten (ganz nach dem Permakulturprinzip, dass ein Element mehrere Funktionen haben sollte) nicht nur eine einfache Bank bauen, sondern auch zwei kleine Blumenbeete integrieren. Sie sollen später mit duftenden Blumen Insekten und Menschen die Bank schmackhafter machen.

Wir sind alle fröhlich am Werkeln, als sich plötzlich der Himmel verdunkelt, Blitze zucken und lautes Donnern durch die Gropiusstadt rollt. Während es regnet, sitzen wir gemütlich unter dem Vordach der Werkstatt, futtern Kekse und trinken heißen Tee.

Während einige von uns die vorbereiteten Holzelemente weiter zusammenbauen, besorge ich mit Marvin etwas Handfesteres zu essen, so dass wir später nach getaner Arbeit bei Pizza und Wasser das Ergebnis gebührend feiern können.

Die Bank wird aufgestellt

Eine Woche später bringe ich zusammen mit dem netten Spielplatzbetreuer und dessen LKW die Bank an ihren Bestimmungsort, an die Jungfernmühle. Wir überlegen noch, wie wir das Holz am besten und natürlichsten vor der Witterung schützen können und planen eine umweltverträgliche Methode mit einem Öl, Wachs oder Firnis. Schnell noch etwas Erde und zwei Pflanzen besorgt und schon können wir das Ergebnis genießen.

Fortschritte feiern: Die Taufe

Beim nächsten Mühlentreff stellen wir die Bank dann vor. Alle sind begeistert. „Und wie heißt sie?“ fragt eine „Inni“? Ein Name muss her – beschließen wir. Zum nächsten Mühlentreff machen wir uns alle Gedanken und eine Woche später taufen wir unsere erste Bank feierlich auf den Namen „Paule“.

Paule soll lange leben

Damit unsere Bank der Witterung am Platz auch möglichst lange standhält, wird sie kurzerhand von Birgit und Bernhard mit einem biologischen Firnis haltbar gemacht. Diese Behandlung wertet die Bank außerdem weiter optisch auf. Danke Euch Beiden!

Seitdem beobachte ich täglich aus dem Büro der Initiative mit großer Freude, wie sich Menschen auf Paule niederlassen und den Platz, der nun immer bunter und ansehnlicher wird, genießen.

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